Westlicher Zentrumsbereich

Imtech (Foto: Anke Müllerklein)
Imtech (Foto: Anke Müllerklein)

Imtech:

Bauherr: Imtech (Projektentwicklung: LIP Ludger Inholte)

 

Entwurf: Büro nps tchoban voss, Hamburg, Berlin, Dresden

 

Adresse: Hammer Straße 32/ Ecke Pappelallee/Marienthal

 

Stand: Fertigstellung 2006

Viertel zwischen Mühlenteich und Wandsbeker Marktstraße („Brauhausviertel“)

Planung Mühlenteichpark (Büro Brehm Schäfer Sleegers)
Planung Mühlenteichpark (Büro Brehm Schäfer Sleegers)

Das „Brauhausviertel“ zwischen Wandsbeker Marktstraße, Brauhausstraße, Müh­­lenteich und Wandsbeker Königstraße schließt direkt nördlich an das Wandsbeker Zentrum an. Das Quartier, das so benannt wird wegen zweier ehemals westlich und östlich der heutigen Brauhausstraße an­gesiedelten Brauereien, birgt erhebliche Potenziale für eine intensivere und höherwertige Nutzung.

 

Modellhaft soll nun das Nebeneinander von Gewerbe- und neuen Wohnnutzungen in Zentrumsnähe gefördert und damit das Zentrum von Wandsbek als Ganzes ge­stärkt werden. Auf der Grundlage von Gutachten zur städtebaulichen Entwicklung sowie zum Einzelhandel im Zentrum Wandsbeks wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, deren Ergebnis ein so genannter „Masterplan“ ist. Ziel ist die Entwicklung eines neuen urbanen, ge­mischt genutzten Quartiers mit der Stärkung als Arbeitsstättenstandort. Das Bezirkszentrum Wandsbek soll als Einkaufsstandort gestärkt werden. Neuer attraktiver Wohnraum soll entstehen können. Dabei sind auch die Grünqualitäten im Quartier und im Umfeld zu entwickeln.

Im Zusammenhang mit einer Revitalisierung des Brauhausviertels soll langfristig auch die Idee für ein „Wandsbeker Tor“ (Nr. 1 im Lageplan) am südöstlichen Rand des Quartiers umgesetzt werden.

Ausschnitt Übersichtsplan Wandsbek-Zentum (Büro  Prof. Winking)
Ausschnitt Übersichtsplan Wandsbek-Zentum (Büro Prof. Winking)
Entwurf für ein Wandsbeker Tor (Foto: Büro Prof. Winking, Hamburg)
Entwurf für ein Wandsbeker Tor (Foto: Büro Prof. Winking, Hamburg)

Beidseitig der Wandsbeker Chaussee sind zwei Baukörper mit jeweils 14 Ge­schos­sen beabsichtigt, die als ein zeichenhaftes Entreé den Auftakt zum Zentrum betonen. In Hinblick auf die zentrale Lage am westlichen Eingang des Wandsbeker Zentrums ist eine verdichtete Büronutzung mit Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss vorgesehen. Im Bereich der Hammer Straße im Süden und der Brauhausstraße im Norden sind im Kreuzungsbereich zur Wandsbeker Chaussee sechs- bis siebengeschossige Baukörper als Straßenrandbebauung möglich.

 

Nur einen Steinwurf in Richtung Süden entfernt, an der Hammer Straße, wurde im Jahre 2006 ein neuer Gebäudekomplex der Firma Imtech (Nr. 2 im Lageplan auf Sei­te 5) fertiggestellt. Die alteingesessene Wands­beker Firma Rudolph Otto Meyer, später ROM, siedelte sich bereits vor über 120 Jahren an der Wandsbeker Chaus­see an. Aufgrund der großen Wandsbeker Tradition der Vorgängerfirma ROM wurde an der Hammer Straße die Deutschland-Zentrale von Imtech errichtet. Der 15.000 m2 große Gebäudekomplex bietet Platz für etwa 550 Mitarbeiter und besticht durch seine eleganten Rundungen. Der mit zwischenzeitlich 4.000 Mitarbeitern größte deutsche Gebäudeausrüster feiert 2008 sein 150-jähriges Bestehen.

 

Auf der nördlich gegenüber liegenden Straßenseite besteht bereits seit dem Jahr 2002 ein „Ibis“-Hotel mit 150 Zimmern, das vom Büro Prof. Winking (Hamburg) geplant wurde und als erstes Ge­bäude in diesem Bereich die Richtung für den zukünftigen städtebaulichen Maßstab westlich der Hammer Straße wies. Diese Entwicklung war erst möglich durch die endgültige Aufgabe einer ehemals projektierten Stadtautobahn. Jahrzehnte lang war dadurch an dieser Stelle eine dem Wandsbeker Zentrum angemessene bauliche Verdichtung blockiert.

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