

Bauherr: Wandsbeker Marktplatz/Puvogelgarten: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Bezirksamt Wandsbek
PLAZA: Köpke & Hübsch, Immobilien-Investitions-Gesellschaft
Busbahnhof/U-Bahn-Zugang/
U-Bahn-Haltestelle:
Hamburger Hochbahn AG
Umgestaltung Wandsbeker Marktstraße: City Wandsbek
Planung/Entwurf:
Wandsbeker Marktplatz:
GHP Landschaftsarchitekten Gurr . Herbst . Partner, Hamburg
Puvogelgarten:
Kontor Freiraumplanung
Möller/Tradowsky, Hamburg
PLAZA: Meyer-Fleckenstein
Architekten, Hamburg
Busbahnhof/U-Bahn-Zugang/
U-Bahn-Haltestelle:
Grundmann + Hein Architekten, Hamburg
Umgestaltung Wandsbeker Marktstraße: WES & Partner Landschaftsarchitekten, Hamburg
Adresse:
Wandsbeker Marktplatz/
Wandsbek
Stand:
Fertigstellung 2005
(Puvogelgarten: 2006, BID: 2009)









Bis zum Bau der U-Bahnlinie U 1 Anfang der 60er-Jahre befand sich auf der historischen Angerfläche zwischen der Wandsbeker Marktstraße/B 75 und der Schloßstraße der historische Wandsbeker Marktplatz, der für Wochenmärkte, aber auch für Volksfeste und Jahrmärkte genutzt wurde. Für den Bau der U-Bahn wurde der Wochenmarkt verlagert und an der Stelle des alten Marktplatzes der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) eingerichtet. Die bauliche Erweiterung des ZOB und der U-Bahn-Haltestelle Wandsbek Markt durch die Hamburger Hochbahn AG, nach Entwürfen von Grundmann + Hein Architekten, bot schließlich die Möglichkeit – durch die Umgestaltung einer ungenutzt neben dem ZOB liegenden Grünfläche – diesen wichtigen Teil des Wandsbeker Zentrums als öffentlichen Stadtplatz zurückzugewinnen. Die Wegeverbindungen für die Fußgänger wurden aus unterirdischen Tunnelanlagen zurück an die Oberfläche geholt, wodurch auch die Barrierewirkung der breiten Straßen erheblich gemindert wird.
Zentral zwischen der U-Bahnhaltestelle Wandsbek Markt/ZOB und dem umgebenden zentralen Einkaufs- und Dienstleistungszentrum gelegen, dient der neue Platz als Treffpunkt zum Verweilen sowie als attraktive Veranstaltungsfläche für Ausstellungen, künstlerische und kulturelle Veranstaltungen, Volksfeste und Weihnachtsmärkte.
Seit dem Umbau verbindet auch ein gläserner Aufzug mit großzügigem Treppenaufgang den Platz behindertenfreundlich und auf direktem Wege mit der U-Bahn, dem ZOB und dem angrenzenden Geschäftszentrum.
Helle Natursteinplatten und Pflasterbänder verleihen dem Platz sein freundliches Aussehen. Beiderseits der Platzkanten aufgestellte lange und bequeme Holzbänke laden zum Verweilen, Klönen und Sonnenbaden ein. Zwei den Platz diagonal durchlaufende Lichtbänder erleichtern die Orientierung und setzen zugleich gestalterische Akzente.
Ein unverzichtbarer Baustein für den Erfolg des Gesamtkonzeptes ist das von den Hamburger Gastronomen und Investoren Köpke & Hübsch auf dem Platz errichtete und betriebene neue Restaurant – Bar – Café PLAZA.
Mit seiner architektonisch markanten Gestaltung und einem attraktiven gastronomischen Angebot stellt es einen echten Anziehungspunkt dar und sorgt zudem für eine ganztägige Belebung der Platzfläche.
Die Architektur ist das Ergebnis eines im Jahr 2000 vom Bezirksamt Wandsbek durchgeführten Wettbewerbs, den das Hamburger Architekturbüro Meyer-Fleckenstein gewann. Das am Rande des neuen Platzes errichtete Gebäude öffnet sich mit seiner nach Süden gerichteten Glasfassade vollständig zum Platz. Mit seinen rund 7 Metern Raumhöhe, den auffallenden farbigen Glaslamellen, einer gemütlichen Galerie und der „höchsten Bar Deutschlands“ vermittelt dieses architektonische und gastronomische Highlight großstädtisches Flair im Zentrum Wandsbeks.
Als letzter Baustein im Rahmen der Umgestaltung des Wandsbeker Markplatzes wurde der Puvogelgarten direkt „vis-a-vis“ der Christuskirche und des Rathauses Wandsbek angelegt. Die feierliche Einweihung erfolgte am 16. August 2006. Zentrale Attraktion des repräsentativ gestalteten Schmuckplatzes ist der wiedererrichtete Puvogelbrunnen, dessen Realisierung nur durch großzügige private Spendengelder möglich war. Er trägt seinen Namen im Gedenken an den ehemaligen Wandsbeker Bürgermeister Puvogel, der sich bleibende Verdienste um eine fortschrittliche Wasserversorgung und Elektrifizierung der Stadt Wandsbek erworben hatte.
Entlang der Wandsbeker Marktstraße wird von City Wandsbek, einem Zusammenschluss hier ansässiger Handel- und Gewerbetreibender, ein Innovationsbereich (Business Improvement District, kurz: BID) vorbereitet. Die Nebenflächen (Fuß- und Radwege) entlang der Wandsbeker Marktstraße und der Schloßstraße sollen neugestaltet und damit das Zentrum Wandsbeks weiter aufgewertet werden. Im Juni 2007 hat unter Begleitung des Bezirksamtes Wandsbek ein konkurrierendes Gutachterverfahren zur Gestaltung und Möblierung der Gehwege stattgefunden. Das Büro WES+Partner aus Hamburg hat einen Boulevard vorgeschlagen und damit das Verfahren für sich entschieden. Damit besteht die Chance, dass die Flächen vor den Geschäften ein gleichermaßen attraktives Erscheinungsbild wie der Wandsbeker Marktplatz erhalten.
Beispielhaft für private Investitionen am Wandsbeker Marktplatz steht auch die Sanierung des traditionsreichen Hotels Tiefenthal, die im Jahre 2005 abgeschlossen werden konnte (Entwurf WGK Planungsgesellschaft).
