

Entwurf:
Architekten Nickl und Nickl-Weller, München; Architekten, Loosen,
Rüschoff + Winkler, Hamburg mit Landschaftsarchitekten Yoo Gartenlabor, Hamburg; von Gerkan, Marg + Partner, Hamburg
Bauherr:
Freie und Hansestadt Hamburg, Universitätskrankenhaus Eppendorf
Stand:
Fertigstellung Campus 2007 und Klinik 2008 geplant
Das Erscheinungsbild des UKE hat sich im Laufe eines Jahrhunderts kontinuierlich verändert. 1889 als Pavillon-Krankenhaus zur Entlastung des alten Krankenhauses St. Georg errichtet und 1934 zum Universitätskrankenhaus umbenannt, expandierte es sukzessive zu einem medizinischen Großkomplex mit 15 Einzelkliniken in über 150 Gebäuden. Ende der 1990er- Jahre wurde erkannt, dass eine moderne, dem Kostendruck der veränderten finanziellen Rahmenbedingungen entsprechende Betriebsstruktur unter diesen Bedingungen nicht realisierungsfähig wäre.
Der 2000 von externen Gutachtern erarbeitete Masterplan für das UKE gab daher die bauliche und organisatorische Konzentration als neue Zielrichtung vor und legte Baufelder für die Umsetzung der Neubaumaßnahmen fest. Um eine städtebauliche Grundstruktur zur Einbindung der Bauflächen zu entwickeln, wurde 2003 ein städtebaulich-landschaftsplanerisches Gutachtenverfahren durchgeführt. Der Entwurf der Architekten, Loosen, Rüschoff + Winkler mit Yoo Gartenlabor als Landschaftsarchitekten wurde für das Krankenhausgelände zur weiteren Bearbeitung ausgewählt.
Der städtebauliche Entwurf diente u. a. als Grundlage für den darauf folgenden Realisierungswettbewerb (Oktober 2003) für den 1. Bauabschnitt Klinikum West und Campus Ost. Das Preisgericht prämiierte den Entwurf des neuen Klinikkomplexes der Architekten Nickl und Nickl-Weller, München. Im neuen Klinikum West und den angegliederten Bestandsgebäuden sollen die Einrichtungen zur Krankenversorgung konzentriert werden.
Das Erdgeschoss umfasst die Eingangshalle, Ambulanzen und die Notaufnahme. Die 16 Operationssäle, Intensiv- und IMC- Stationen sind im 1. OG untergebracht. Das 2. OG ist als Besucherebene mit Café, Läden, Spiel- und Sitzbereichen, Innenhöfen und Diensträumen angelegt. Auf dieser dreigeschossigen Plattform erheben sich, in Anknüpfung an die historische Baustruktur, die unterschiedlich hohen pavillonartigen Bettenhäuser (746 Betten). Mit dem nach Süden orientierten Haupteingang will sich das Klinikum zur Stadt hin öffnen.
Der Forschungsneubau Campus Ost der Architekten von Gerkan, Marg + Partner ist bereits realisiert. Der Campus Ost bietet auf 10.900 m2 Nutzfläche Raum für Grundlagenforschung und Verfügungsfläche.
