Der in Winterhude gelegene Schinkelplatz, Anfang des 20. Jahrhunderts als Wilhelminischer Stadtplatz angelegt,  diente zunächst Schmuck¬zwecken. Erst im Zuge der Reformgar¬tenbe¬we¬gung der 1920er-Jahre wurde der Platz für die benachbarte Wohn¬bevölke¬rung er¬schlossen. Innerhalb einer Rahmenbe- ¬pflanzung gab es erstmals eine große Sandkiste mit benachbartem Planschbecken, Spielgeräten sowie offene Flächen für freies Spielen und Lagern.

 


Im Zweiten Weltkrieg wurde die Architektur des Schinkelplatzes für den Bau eines Luftschutzbunkers aufgegeben. Die Bunkernordseite erhielt nach Kriegsende gegenüber den angrenzenden Bereichen eine Betonung durch eine Mauer mit Treppen; der Rest des Bunkers wurde in ein Hochplateau integriert, das den gesamten südlichen Platz umfasste und sich gegenüber dem Straßenraum durch eine Stützmauer mit anschließender Böschung abgrenzte.

 

Anfang der 80er-Jahre folgte durch verkehrsberuhigende Maßnahmen eine organische, kleinräumige Aufteilung. Der Platz gliederte sich nun in ein nördlich gelegenes, offen gestaltetes Forum und einen südlichen Teil mit einem Planschbecken und verschiedenen, dezentralen Spiel- und Aufenthaltsangeboten.


2003 wurde der Entwurfsplan von 1980 den aktuellen Erkenntnissen angepasst, ohne den Platz in seinen Grundzügen zu verändern. Seine Rekonstruktion berücksichtigte den weit¬gehenden Erhalt der Grünsubstanz. Der südliche Platzteil bildete den Schwer¬punkt der Arbeiten.
Das Planschbecken wurde durch ein neues Betonbe¬cken gleicher Form und Größe ersetzt, die nördlich angrenzende Treppenanlage ebenso wie die Abgrenzung der Bunkerköpfe gestrafft, um mehr Aufenthaltsbereiche zu schaffen.


Der Spielgerätebestand wurde kom¬plett ausgetauscht, entsprechend der Altersgruppen neu gegliedert und ergänzt.

 

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