Architekten: Markovic Ronai Lütjen Voss, Hamburg Freiraumplaner: Siggenhorn, van den Hövel, Hamburg Bauherr: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Bildung und Sport Planung: 2002 - 2006 | Die Freie und Hansestadt Hamburg eröffnete im vergangenen Jahr an der Krochmannstraße neben der Sporthalle Hamburg die Leichtathletiktrainingshalle Hamburg als Zentrum für den Leistungs- und Breitensport. Die Halle präsentiert sich mit der Giebelseite an der Krochmannstraße und bildet mit den langen, vollständig transparenten Fassaden eine definierte räumliche Kante zur östlich später geplanten Bebauung.
Zur westlichen Seite bildet die lange Front eine platzförmige Wegeführung zum neuen Hauptein-gang für Sportler. Kernstück der Leichtathletik-Trai- ningshalle ist die 200 m-Rundlaufbahn. Ein weiteres wesentliches Element ist die Sprintbahn für 100 m-Lauf und 110 m-Hürdenlauf.
Rundlaufbahn und Sprintbahn bestimmen die Dimensionen der Halle in Länge und Breite mit 131m x 49 m. Im Verbin-dungsbau zur Sporthalle Hamburg sind Umkleide- und Sanitärräume vorgesehen, so dass der Trainingsbetrieb auch bei Veranstaltungen in der Sporthalle Hamburg durchgeführt werden kann. Unter dem Neubau der Halle befindet sich eine offene Garage mit ca. 285 Pkw-Stellplätzen. Der langgestreckte Baukörper der Halle wird durch die gewählte Konstruktion mit Pylonen und dem Abspannwerk gegliedert und signifikant geprägt. Die Höhe der Pylone in Verbindung mit dem Abspannwerk führt einerseits dazu, dass sich die Halle gegenüber der vorhandenen Sporthalle Hamburg behaupten kann, auf der anderen Seite bleibt die Fassade zur umliegenden Bebauung durch die außenliegende Konstruktion niedrig.
Die Oberflächen der Fassaden bestehen durchgehend aus Glas, das den multifunktionalen Anforderungen wie Wärmeschutz, Sonnenschutz, Blendschutz, Ballwurfsicherheit in einer Systemlösung gerecht wird. Durch die beschriebene Bauweise wird ein „offenes“ Raumgefühl erzeugt.
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