
Bauherr: Garbe Group, Hamburg; als Projektentwickler tätig für Behörde für Inneres (Polizeigebäude) und Versorgungswerk der Landesärztekammer Hessen (Mietwohnungen)
Vorflutleitung:
Bezirksamt Wandsbek
Planung/Entwurf:
RHW Renner Hainke Wirth Architekten, Hamburg
(Geschosswohnungen, Pferdeställe, Polizeiverkehrsstaffel Ost)
BDS Bechtloff Derfler Steffen, Hamburg (Geschosswohnungen)
m2r-architecture, London/Berlin/
Kiew (Reihenhäuser)
Planung/Entwurf:
spine architects, Hamburg (Umbau Reithalle)
Freiraumplanung Husarenhof: GFP S. Dresel, Hamburg
Meyer Schramm Bontrup,
Hamburg
Entwurf Vorflutleitung:
wfw nord consult, Hamburg
Adresse: Am Husarendenkmal, Rennbahnstraße/Marienthal
Stand: Realisierung 2007 - 2009



Das etwa 5 ha große Gelände im Stadtteil Marienthal (westlich der Rennbahnstraße/
südlich der Straße Am Husarendenkmal) diente von 1887 bis 1919 als Unterkunft für preußische Reitersoldaten. Das zentral gelegene Areal der Husaren-Kaserne, das nach dem 2. Weltkrieg von der Polizei genutzt wurde, wird nun für Wohnnutzungen entwickelt. Es sind insgesamt etwa 290 Wohneinheiten vorgesehen. Neben Eigentums- und Mietwohnungen sowie 45 Reihenhäusern in Neubauten werden auch die denkmalgeschützte Reithalle (1913/14) und die historischen Pferdeställe (um 1885) für Wohnzwecke umgebaut. Die Gebäude gruppieren sich um eine zentrale, mit Wasserflächen versehene Grünanlage. Hinzu kommen Gewerbeeinheiten bzw. Ladengeschäfte an der Rennbahnstraße.
Im historischen Stabsgebäude unmittelbar westlich an das Baugelände angrenzend wird ein Kindertagesheim eingerichtet. Die Polizeiverkehrsstaffel Ost ist Ende April 2008 von der Straße Am Husarendenkmal in einen Neubau an der Südostecke des Geländes umgezogen. So ist es möglich, das neue Wohnquartier entlang der Rennbahnstraße „in einem Guss“ zu errichten und den erforderlichen Lärmschutz zur Straße zu gewährleisten.
Am 28.06.2007 erfolgte die offizielle Grundsteinlegung. Mit der Fertigstellung des Vorhabens Husarenhof ist 2009 zu rechnen.
Im Zusammenhang mit der Wohnerschließung Husarenhof wird ein Teil des dort anfallenden Oberflächenwassers in einem Rückhaltebecken biologisch vorgereinigt und dann über eine etwa 350 m lange Betonrohrleitung vom Husarenhof unter den Straßen Nöpps und Luisenstraße hindurch bis zur Marienanlage abgeleitet.
Damit wurde einem Beschluss der Bezirksversammlung Wandsbek und dem Wunsch der Bewohner Marienthals Rechnung getragen, den zeitweise trocken fallenden Teich der Marienanlage in seiner alten Funktionsfähigkeit wiederherzustellen und einen kontinuierlichen Wasserstand anzustreben. Die Maßnahme wurde im Januar 2008 fertiggestellt. Dieses Projekt ist beispielhaft für eine nachhaltige Planung zur Nutzung der Ressource Oberflächenwasser, das hier der Aufwertung einer Parkanlage zu Gute kommt.
